Traditionelle Abendländische Medizin vs. Traditionelle Chinesische Medizin

Die Geschichte der Traditionellen Chinesischen Medizin

Das älteste Lehrbuch („Huang Di Nei Jing“) wurde ca. 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung in China geschrieben. Schon damals waren die Zusammenhänge der Natur, des mensch­lichen Wesens, der Ursachen von Krankheit und deren Behandlung bekannt. Es gilt auch heute noch als wichtige Grundlage einer fundierten Ausbildung in der TCM.

Die Traditionelle Chinesische Medizin bein­haltet verschiedene Therapien: Akupunktur, Moxi­bustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten durch glimmende Kräuter), Kräuterheilkunde, Ernährungstherapie, Tuina/Anmo (Chi­nesische Massage), Qigong und Taijiquan (Atem- und Bewegungstherapie).

Die Geschichte der Traditionellen Abendländischen Medizin

Die TAM beginnt beim europäischen Schamanismus und dem Wissen der weisen Frauen.

Paracelsus (geb. vermutlich 1493) griff die Hermetik (uraltes Geheimwissen) auf und erweiterte sie mit dem Erfahrungsschatz der Weisen (vor allem „Hexen“), was den zentralen Kern der TAM bildet.

Auf der Grundlage dieser (und noch vieler mehr!) genialen Vorbereiter konnten großartige Heilkünste, wie die Homöopathie oder die Anthroposophie („Bewusstsein des eigenen Menschentums“ und ein spirituell orientierter Erkenntnisweg) entwickelt werden.

Trotz zeitlich und örtlich getrennter Entwicklung gibt es Parallelen!

Beide Naturheilwesen haben eine Überzeugung gemein: „Alles im Universum ist miteinander verbunden."; „Nichts ist getrennt." „Wie oben, so unten." „Wie innen, so außen."

Die TCM, wie auch die TAM, sieht den Menschen als ganzheitliches Wesen und bezieht sein Umfeld (Familie, das Klima, die Jahreszeiten) in Diagnose und Therapie mit ein. Beide setzen Naturheilmittel ein und sind stufenweise aufgebaut:

1)    Verhaltensänderung

2)    bewusste Ernährung

3)    therapeutische Maßnahmen (Kräuter, Massagen, Akupunktur oder Akupressur)

Die hippokratischen Konstitutionstypen entsprechen dem chin. Prinzip von Yin und Yang:

Melancholiker                   Mensch mit Yang-Mangel

Sanguiniker                      Mensch mit Yang-Fülle

Choleriker                        Mensch mit Yin-Mangel

Phlegmatiker                    Mensch mit Yin-Fülle

Nach der Vier-Elemente-Lehre der abendländischen Medizin, besteht alles Sein in bestimmten Mischungsverhältnissen aus den vier Grundelementen bzw. „Essenzen“ oder „Wurzelkräften“ Feuer, Wasser, Luft und Erde als Prinzipien des „Glühend Verzehrenden, Flüssigen, Gasförmigen und Festen“.

In der TCM findet sich ein ähnliches Modell: Die Fünf-Elemente-Lehre (genauer: die „Fünf Wandlungsphasen“) untersucht die Gesetzmäßigkeiten, nach denen dynamische Prozesse (Wandlungen) im Bereich des Lebendigen ablaufen, betont also Werden, Wandlung und Vergehen. Die fünf Elemente Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde sind unmittelbar aus der Natur abgeleitet.

Die Entwicklung und Geschichte entstanden aus einem gemeinsamen Ursprung: dem Wunsch nach einem gesunden Leben und dem Instinkt, das Leben zu erhalten.

In jedem Fall können dieser Erfahrungsschatz, eine ganzheitliche Sichtweise und das Verstehen von Zusammenhängen eine Quelle der Inspiration für uns sein, gesundheitlichen Herausforderungen kreativ zu begegnen.

 

TEXTQUELLEN:

https://www.lebensweise-magazin.at/2010/12/16/traditionelle-medizin-osten-trifft-westen/

https://de.scribd.com/document/47715528/dipl-12mythologischeraspekt

https://www.heilpraxis-jochner.de/traditionelle-abendländische-medizin/

www.tcm-ausstellung.de/geschichte-der-traditionellen-chinesischen-medizin/

https://www.bacopa.at/odok/btna/fichtinger001.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Fünf-Elemente-Lehre

https://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Elemente-Lehre

TEXTQUELLE: Pixabay

Elisabeth Wieden

* Kinesiologin nach KOPKIN®
* Humanenergetikerin
* dipl. Fitness- und Aerobictrainerin
* in Ausbildung zur dipl. Gesundheitspädagogin

* Hunde-Vitalcoach
* dipl. Tier-Kinesiologin u. Energetikerin
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