HUNDEERZIEHUNG/TRAINING mit HERZ & HIRN

 

 

1)    Ich muss das Tier kennen um es zu verstehen. Hundesprache!!

Es ist wichtig ihn zu verstehen um mit dem Hund richtig kommunizieren (quasi auf Hundeart) zu können.                                                   

Es ist wirklich ausserordentlich wichtig, die Körpersprache des Hundes richtig deuten zu können… zumindest des eigenen Hundes!

Wenn man die Hundesprache versteht, ist es wesentlich einfacher, einen Hund zu trainieren, ihn zu erziehen, oder ihm etwas Neues beizubringen. Nur wenn ich weiß, wie mein Hund „drauf“ ist, kann ich gut einschätzen, ob der Zeitpunkt des Trainings günstig ist…  Zu erkennen, dass der Zeitpunkt ungünstig ist und es einfach bleiben zu lassen, erspart uns eine Menge Ärger und dem Hund eine Überforderung!

Wenn du deine Hundesprache-Kenntnisse auffrischen möchtest, schau hier rein: WENN HUNDE SPRECHEN (ganz nach unten scrollen)!

 

2)    Achte auf die eigene Körpersprache!

Wenn du es schaffst, deinem Hund mit deiner Körpersprache SICHERHEIT, VERTRAUEN, OFFENHEIT und INTERESSE zu vermitteln, hast du schon viel gewonnen!

- Steh aufrecht und im Gleichgewicht (Knie locker!), so signalisierst du Aufrichtigkeit, Selbstbewusstsein, Standfestigkeit und Ausgeglichenheit

- Halte deinen Kopf und deinen Oberkörper immer aufrecht und beweglich

- Atme entspannt und gleichmäßig

- Stelle mit beiden Füßen einen guten Bodenkontakt her

- Achte auf einen klaren, aufmerksamen Blick

- Ermögliche Blickkontakte

- Vermeide Gesten, die den Hund bedrohen

- Lächle von innen heraus!

Richtig: - Der Hund nähert sich, nicht der Mensch - Der Mensch hockt sich nieder oder steht seitlich zum Hund - Der Kopf wird weggedreht - Die Bewegungen erfolgen sehr langsam

Falsch: - Gerade und schnell auf den Hund zugehen - Sich von oben über das Tier beugen - Mit den Armen fuchteln oder schnell die Hand hinstrecken - Von oben herab den Kopf streicheln - Anstarren

 

3)    Achte auf deine eigene Gefühls- und Gedankenwelt.

Gedanken und Gefühle beeinflussen ein Tier noch mehr als Worte oder die Körperhaltung!

Wenn wir lernen unsere eigne Gefühls-und Gedankenwelt zu kontrollieren und auch zu beeinflussen, können wir für den Hund klare Signale aussenden.

Unsere Emotionen spielen eine wichtige Rolle! Hunde reagieren sehr sensibel und empfindlich! Sind wir nervös, voller Wut, übellaunig oder unzufrieden, wird unser Hund dies spüren und dadurch verunsichert sein. Er versteht unseren Gemütszustand nämlich überhaupt nicht - für ihn sind wir an diesem Tag EIN FREMDER! Wie soll ein Hund, der nicht so recht weiß, was er von uns (heute) zu halten hat, neue Hörzeichen erlernen, die wir ihm mit zitternder Stimme, fahrigen Bewegung und selbst nicht bei “der Sache”, geben? In einem solchen Gemütszustand schaden wir nur unserem Ziel. Zeigen wir, egal, wie wütend wir auch sein mögen, unserem Hund gegenüber Verantwortung und lassen wir ihn an solchen Tagen “in Ruhe”!

Zu Hause ist mein Hund ein Kuschelbär – draußen wird er zum wilden Tier:

Wir wünschen uns natürlich angenehme Begleiter die unsere Anweisungen befolgen und sich gesittet verhalten. JEDER Hundehalter kennt es, wenn sein Hund mal nicht „funktioniert“. Was passiert in einem solchen Moment? Liebt man seinen Hund in dem Moment wo er wieder mal austickt? Eher nicht… man ist wütend, zornig, schlimmsten Falls aggressiv und überträgt das auch auf den Hund. Dem Hund wird unbewusst die Liebe entzogen bzw. wird sie an die Bedingung geknüpft, dass er sich „normal“ verhält.

Sensible Hunde kann das schwer irritieren – sie machen dann einfach alles falsch. Deshalb ist es enorm wichtig, gerade in solchen Situationen die innere Ruhe zu bewahren und dem Hund klare Anweisungen – unter Berücksichtigung der Körperhaltung, der Stimmlage, Gefühle und Gedanken – zu geben, damit er sich orientieren kann. Wenn wir einem Hund Ärger, Zorn und Aggression entgegenbringt, werden seine Fehlentscheidungen nur geschürt!

 

4)    Mach dir eine klare Vorstellung von dem was du erreichen willst!

(Ziel – wie soll es sein?)

Je besser du dir (bildlich) vorstellen kannst, was du von deinem Hund erwartest, desto leichter wird er sich mit der Ausführung tun. Deshalb stelle dich vor jeder Übung kurz hin, schließe die Augen, atme gut durch und stelle dir die Situation so vor, wie sie verlaufen soll.

Und bleibe dabei, lass dich nicht davon ablenken, auch wenn dein Hund das jetzt nicht gleich macht… bleib dabei! Bleib bei deinem Ziel, bei der Vorstellung, wie es sein soll!

 

5)    Gib deinem Hund KLARE Anweisungen/Kommandos!

Achte dabei auf deine Stimme/Körperhaltung/Gefühle und Gedanken!

 

6)    Richtiges Belohnen

- schnell

- auf die Stimme/Körperhaltung/Gefühle und Gedanken achten!

Hinweis: wenn etwas Neues gelernt werden soll, immer mit etwas anfangen, was der Hund schon kann. Und auch zwischendurch wieder bereits Gefestigtes belohnen. Bzw. bereits Gelerntes NICHT IMMER mit Leckerchen, mal auch nur mit Worten/Streicheln belohnen.

 

7)    AUF DAS EIGENE GEFÜHL HÖREN!

Ausreichendes Wissen über Hunde/Tiere und deren Haltung und Erziehung sollte Grundvoraussetzung sein, sich überhaupt ein Tier anzuschaffen. Wenn man ein solides Wissen über sein Haustier hat, kann man in jedem Fall gut für das Tier sorgen. Sollten trotzdem Zweifel auftauchen, zB. In Erziehungsfragen, wenn eine bestimmte Übung oder eine vorgeschlagene Methode gefühlsmäßig einfach nicht passt, sollte man einfach darauf vertrauen. Wir wissen ganz intuitiv was unsere Tiere brauchen, vertrauen aber unseren Gefühlen oft nicht!

 

 

 

Elisabeth Wieden

* Kinesiologin nach KOPKIN®
* Humanenergetikerin
* dipl. Fitness- und Aerobictrainerin
* in Ausbildung zur dipl. Gesundheitspädagogin

* Hunde-Vitalcoach
* dipl. Tier-Kinesiologin u. Energetikerin
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