20 FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM THEMA ERNÄHRUNG

 

1.     Welche genaue Aufgabe hat Insulin?  

Das Hormon Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet. Es ist DAS Hormon zur Blutzuckerregulation in unserem Körper. Es ist das einzige Hormon, das blutzuckersenkend wirkt. Gemeinsam mit dem Hormon Glukagon (wird ebenfalls in der Bauchspeicheldrüse produziert), reguliert Insulin den Blutzuckerspiegel.

         

2.     Wieso gilt Insulin als Dickmacherhormon?  

Insulin fördert den Fettaufbau in unserem Körper und es ist das einzige Hormon, das in der Lage ist, unsere Fettdepots regelrecht zu verschließen.

Ist der Insulinspiegel in unserem Blut erhöht, können wir kein Fett abbauen.

 

3.     Welchen Menschen sollten für ausreichend Antioxidantien sorgen?   

Allen, die Rauchen, die zu viel Alkohol trinken oder Medikamente/Drogen nehmen. Allen, die zu viel Stress haben, egal ob Terminstress oder emotionaler Stress. Jedem Leistungssportler. Allen, die einen Wald oder einen Berg nur vom Fernseher kennen. Allen, die billiges Essen kaufen (müssen) und sich schlecht ernähren. Jedem, der im Krankenhaus liegen muss und jedem chronisch Kranken. In der heutigen Welt eigentlich fast jedem!

 

4.     Warum ist es besser, Schnitzel in Butter anzubraten als in Sonnenblumenöl. 

Freie Radikale greifen bevorzugt Fettsäuren an. Pflanzenöle (ungesättigte Fette) bringen zwar ein starkes Antioxidans mit (Vitamin E), welches aber beim Bratvorgang zerstört wird und keinen Schutz mehr bieten. Deshalb sind in diesem Fall gesättigte Fettsären wie Butterschmalz/Butter die klügere Wahl. Sie sind für Freie Radikale weniger attraktiv.

 

5.     Wer sollte für reichlich Omega-3 – Zufuhr sorgen?

·       Menschen mit ständig wiederkehrenden oder chronischen Entzündungen (Gelenke, Haut, Zahnherde)

·       Menschen mit Hauterkrankungen

·       Menschen mit Depressionen oder mit Hang dazu

·       Menschen, mit Familienangehörigen, die bereits einen Herzinfarkt hatten

·       Menschen mit Bluthochdruck

 

6.     Welche Vorteile hat Kokosöl?   

Es sind die wertvollen Inhaltsstoffe des Kokosöls, die es so einzigartig machen. Kokosöl ist antibakteriell und beinhaltet viele Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente.

Gesättigte Fette galten bislang als schädliche Bestandteile der Ernährung. Doch Kokosöl hat bewiesen, dass diese Aussage korrigiert werden muss. Eine ganze Reihe von Studien dokumentiert die positiven Effekte von Kokosöl auf den menschlichen Stoffwechsel.

Kokosöl ist wirklich sehr vielseitig einsetzbar (innerlich wie äußerlich) – hier einige Beispiele:

Antioxidative und stressmindernde Wirkung - Schutz für das Herz-Kreislauf-System - kurbelt den Stoffwechsel an und hilft beim Abnehmen - zur Behandlung von Hauterkrankungen - bei viralen und bakteriellen Beschwerden & Ungeziefer – auch bei Tieren kann Kokosöl bedenkenlos angewendet werden!
 

7.      Welche Probleme können bei zu viel Käse auftreten?     

Bei der Käse-Produktion entsteht Tyramin. Tyramin erhöht den Blutdruck und ist oft Auslöser von      Migräne.

Havard-Forscher geben zu bedenken, dass ein erhöhter Käse-Verzehr mit Prostata- und Gebärmutterkrebs einhergeht. Das Milchprotein im Käse erhöht Wachstumshormone, die wiederum die Entwicklung von Krebszellen begünstigen

Der im Käse enthaltene Milchzucker ist ein Zweifachzucker, zusammengesetzt aus Glucose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker). Um diesen Zweifachzucker in diese beiden Bestandteile zu zerlegen (sonst können sie nicht durch die Darmschleimhaut) braucht das Enzym Laktase. Die Laktase Produktion im Organismus läuft solange, wie das Säugetier (der Mensch) gestillt wird. Nach dem Abstillen wird die Produktion langsam eingestellt, so dass spätestens ab dem Erwachsenenalter Milchzucker nicht mehr aufgespalten werden kann und so nicht mehr durch die Darmwand geht, sondern im Darm weiterbefördert wird, wodurch die Darmschleimhaut mit Blähungen, Übelkeit, Durchfall und Krämpfen reagiert.

 

8.     Wieso ist heiße Milch mit Honig tatsächlich ein gutes Schlafmittel?    

In Milch ist Tryptophan enthalten! Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, die wie ein natürlicher Stimmungsaufheller wirkt, da sie dem Körper hilft, bestimmte Hormone auf natürliche Weise zu produzieren. Tryptophan-reiche Nahrungsmittel oder Tryptophan-Präparate beruhigen auf natürliche Weise, fördern erholsamen gesunden Schlaf und reduzieren Angst und Depression. Wirkt auch bei Migräne

Tryptophan ist auch in Bananen, Sonnenblumenkernen, Cashewkernen, Soja, Haferflocken und Walnüssen enthalten!

 

9.     Welche Vorteile hat Vitamin C und wann sollte auf eine höhere Zufuhr geachtet werden?

-        Vitamin C knackt Fettzellen – es ist also bei Gewichtsreduktion wichtig

-        Es besteht erhöhter Bedarf an Vitamin C bei Leidenschaftliche Gefühlsausbrüchen, bei Zuckerverzehr und bei Rauchern (Vitamin C reduziert den Nitratspiegel) und bei Dauerstress.

-        Bei intensivem Training/Sport ist dein Körper vermehrt auf Nähr- und Mineralstoffe angewiesen, also auch auf Vitamin C.

-        Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

-        Stärkt das Immunsystem: Vitamin C unterstützt vor allem die angeborene Immunität. Es ist vor allem in der „Erstlinienabwehr“ gegen Bakterien und Viren wichtig. Vitamin C ist besonders hoch konzentriert in weißen Blutkörperchen, die Viren und Bakterien abtöten. Es stimuliert die Vermehrung von T-Lymphozyten, die infizierte Zellen eliminieren können. Es beseitigt freie Radikale, die während Entzündungsreaktionen auftreten

-        Anti-Aging – Vitamin: Es wird die Festigkeit der Haut verbessert. Die jugendliche Ausstrahlung hält länger an, die Faltenbildung und das Nachlassen der Spannkraft werden vorgebeugt, die Synthese von Melanin wird reduziert.

-        Vitamin C fungiert als Antioxidans:  Es kann den Körper vor freien Radikalen schützen. Ein Zuviel an freien Radikalen kann zu oxidativem Stress führen. Dieser steht wiederum im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten und dem Alterungsprozess.

-        Es trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei (Dank des Nervensystems und der Sinnesorgane sind Menschen in der Lage, ihre Umgebung wahrzunehmen und entsprechend darauf zu reagieren).

-        Vitamin C hemmt die Bildung von krebserregenden Nitrosaminen.

-        Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße, Knochen, Knorpel, Zähne & Zahnfleisch sowie Haut bei

-        Es unterstützt Lunge und Bronchien

-        Es beschleunigt Wundheilung

-        Es dient als Natürliches Abführmittel (Vitamin C-„Überdosis“)

-        Es trägt zur normalen psychischen Funktion bei

-        Es trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei

 

 Was passiert, wenn man zu viel Vitamin C zu sich nimmt?

Bestenfalls nichts - Schlimmstenfalls bekommt man Durchfall.

 

10. Welche Menschen leiden am häufigsten unter Vitamin D – Mangel?

Menschen, die wenig an die Sonne kommen (verschleierte Frauen, bettlägerige Menschen, Couchpotatos, …)

 

11. Wie könnte man schnell als erste Info eine Fructose-Intoleranz testen?

Mit einem Glas zimmerwarmen Apfelsaft.

Bei der Fructoseintoleranz kann der Körper aufgrund eines fehlenden Enzyms den Zucker nicht durch die Darmwand schleusen. Die im Darm verbleibende Fructose muss durch die Darmbakterien zersetzt werden, was wiederum zu kolikartigen Schmerzen führen kann. Apfelsaft würde bei einer Intoleranz genau eine solche Reaktion auslösen.

 

12. Wozu Lebensmittelzusatzstoffe?

Zusatzstoffe werden verwendet, um Struktur, Geschmack, Farbe, chemische und mikrobiologische Haltbarkeit verarbeiteter Lebensmittel zu regulieren bzw. zu stabilisieren (also ihren Gebrauchs- und Nährwert) und, um die störungsfreie Produktion der Lebensmittel sicherzustellen.  

·        Konservierungsstoffe: Sie verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln, indem sie das Wachstum von Bakterien, Schimmelpilzen oder Hefen hemmen. Beispiele: Schwefeldioxid bei Trockenfrüchten und Wein, Benzoesäure bei Fischerzeugnissen, Natamycin auf behandelter Käserinde.

·        Antioxidationsmittel: Schützen Lebensmittelinhaltsstoffe wie Farbstoffe, Fette, Aromastoffe oder Vitamine vor einer Reaktion mit Luftsauerstoff. Beispiele: Ascorbinsäure in Obstkonserven, Citronensäure in Erfrischungsgetränken.

·        Geschmacksverstärker: Verstärken den Geschmack nach der Verarbeitung. Beispiele: Glutamate in Fertiggerichten, Fleischprodukten oder Würzen.

·        Süßstoffe: Ersetzen Zucker zum Süßen. Beispiele: Aspartam in zuckerfreiem Kaugummi, Natriumcyclamat in kalorienreduzierter Limonade.

·        Farbstoffe: Verbessern das Aussehen von Lebensmitteln. Beispiele: Beta-Carotin in Margarine, Zuckerkulör in Colagetränken

·        Verdickungsmittel: Sie erzeugen eine cremige Konsistenz oder machen wässrige Lösungen dickflüssig. Oft ersetzen sie Fette oder Zucker in Light-Produkten. Beispiele: Modifizierte Stärke im Pudding, Carragen in Eiscreme, Pektin in Soßen.

 

13. Was sind die E-Nummern? Sind sie schädlich?       

Um die verschiedenen Zusatzstoffe in der Europäischen Union zu ordnen, wurden die E-Nummern eingeführt, die in allen Ländern der Europäischen Union gelten. (E steht hier für „Europa“, aber auch für englisch edible = „essbar“.) Mit ihrer Hilfe ist es möglich, die verwendeten Zusatzstoffe sprachunabhängig zu bestimmen. Stoffe erhalten eine E-Nummer, sobald die interessierten Firmen bei der Europäischen  Behörde für Lebensmittelsicherheit um eine Zulassung anfragen und dabei wissenschaftliche Dokumente vorlegen, die die Unbedenklichkeit bestätigen. Dabei darf die Erlaubte Tagesdosis (ADI) nicht überschritten werden. Wenn diese Dokumente nachweisen, dass diese Stoffe die Gesundheit nicht gefährden und als sicher eingestuft werden können, erhalten sie eine Zulassung.       

Trotz bestätigter Unbedenklichkeit können Probleme wie Magenkrämpfe und Durchfall, Hautausschläge oder Augenjucken, auftreten. Wer regelmäßig mit diesen Symptomen zu tun hat und den Auslöser nicht findet, sollte Zusatzstoffe als Verursacher in Betracht ziehen. Einige Menschen vertragen bestimmte Zusatzstoffe nicht und reagieren mit allergieähnlichen Symptomen auf sie.

Die Symptome bessern sich schnell, wenn man auf Zusatzstoffe weitestgehend verzichtet.

 

14. Warum sollte man sich, wenn man Fett verbrennen will, bewegen?    

Weil zur Fettverbrennung Sauerstoff benötigt wird und dieser durch die Bewegung vermehrt eingeatmet wird!   

 

15. Was versteht man unter dem Grundumsatz?

Der Grundumsatz (auch Grundbedarf), ist die Energie (gemessen in kcal/24h), die unser Körper täglich zur Aufrechterhaltung seiner grundlegenden Funktionen (Atmung, Blutkreislauf, Temperaturregulation oder Verdauung) benötigt.

 

16. Warum haben Menschen mit einer schwachen Verdauung oft einen Mangel an Vitamin B12? 

Die Resorption von Vitamin B12 im Körper ist recht komplex und kann an mehreren Stellen gestört werden.

Magen- und Darmproblemen und eine übermäßige Belastung mit Stress und Umweltgiften können dazu führen, dass der Körper das Vitamin B12 nicht aufnehmen kann, auch wenn genügend Vitamin B12 mit der Nahrung zugeführt wird.

Eine schwache Verdauung ist die Konsequenz von weit verbreiteten schlechten Ernährungsgewohnheiten und einer generell ungesunden Lebensweise.

B12-Mangel findest sich auch bei einer Ernährungsweise, die grundsätzlich sehr wenig B12 bereitstellt (vegan, vegetarisch).

Der Intrinische Faktor (IF) ist ein Glykoprotein (Makromolekül, das aus einem Protein und einer oder mehreren kovalent gebundenen Kohlenhydratgruppen bestehen) und dient der Aufnahme von Vitamin B12 im Darm. Im Alter nimmt dieser Faktor ab (das Protein wird abgebaut), was auch einen Vitamin B12 Mangel verursacht.

 

17.  Welches sind erste Anzeichen für Gallenprobleme?        

Die Galle enthält u.a. fettspaltende Enzyme und dient der Fettverdauung. Deshalb wären Anzeichen wie, Unverträglichkeit von fettem Essen, dem Ekel davor und Völlegefühl nach dem Essen, ein Anlass, sich untersuchen zu lassen und die Ernährung umzustellen.

 

18. Was versteht man unter einem „leaky gut“ und welches  sind die Folgen?

Das Leaky Gut Syndrom beschreibt eine undichte Darmschleimhaut des Dünndarms und ist Mitursache zahlreicher chronische Krankheiten wie Allergien und Autoimmunerkrankungen.

Die Darmschleimhaut stellt beim gesunden Menschen eine Barriere zwischen dem Darminhalt und dem Blutkreislauf dar und lässt lediglich Wasser und die benötigten Nährstoffe in den Blutkreislauf passieren. Durch die beim Leaky Gut Syndrom auftretenden Lücken der Schleimhaut, gelangen auch Stoffe in den Blutkreislauf, die normalerweise mit dem Stuhl ausgeschieden werden sollten! Giftstoffe, Pilze, Pilztoxine und unvollständig verdaute Partikel gelangen so in unseren Blutkreislauf! Treffen diese Substanzen im Blut ein, klingeln sämtliche Alarmglocken des Immunsystems – es kommt zu Immunreaktionen. Entzündungsstoffe werden ausgeschüttet und gleichzeitig bildet der Organismus Antikörper gegen die Fremdstoffe. Das ist der häufig der Beginn einer Allergie.

Die Struktur der Fremdstoffe ähnelt in manchen Fällen auch körpereigenem Gewebe und so kann es in Folge von Seiten des Immunsystems zu Verwechslungen kommen. Es greift dadurch auch eigene (ähnliche) Zellen an – im Glauben, es handle sich um einen der Eindringlinge (> Autoimmunerkrankung).

Naturheilkundlichen Maßnahmen:

·        Maßnahmen zum Schutz der Schleimschicht (Leinsamenschleim, Eibischwurzeltee, Süssholzwurzeltee)

·        Maßnahmen zum Aufbau der Darmflora (Probiotika, Darmreinigung, Präbiotika, Candida bekämpfen,

·        Maßnahmen, die zur Regeneration der Darmschleimhaut beitragen (L-Glutamin, grüne Säfte, Enzyme, Bitterstoffe, Vitalstoffe

·       Maßnahmen, die Entzündungen hemmen (Antioxidantien)

 

     Wichtige Regeln:

-        Genussgifte meiden (Zucker, Koffein, Nikotin, Süßstoffe, Alkohol und unnötige Medikamente etc.).

-        Gesund ernähren (vitalstoffreiche und basenüberschüssig). Am besten immer frisch zubereiten, z. B. Gemüsegerichte, Kartoffelgerichte, Suppen, Gemüsesäfte und bekömmliche Ballaststoffe (Kokosmehl, Hanfprotein, Baobab, Graspulver und Leinsamenschleim)

-        Langsam essen und intensiv kauen

-        Regelmäßige Bewegung/Sport

-        Wasser und verdauungsfördernde Kräutertees trinken (mind. 30 ml pro kg Körpergewicht)

-        Stress meiden bzw. durch geeignete Techniken abbauen!

 

19. Warum spricht man vom Darm oft auch als Bauchhirn?

Es gibt im Magen-Darm-Trakt ein eigenes Nervensystem, das aus vielen Millionen Nervenzellen besteht und sogar größer als das Nervensystem im Rückenmark ist.
Das enterische Nervensystem hat anatomisch eine sehr ähnliche Struktur wie das Gehirn und zieht sich als durchgehendes Netzwerk von der Speiseröhre bis zum Darmausgang. Die meisten Bahnen gehen vom Darm zum Gehirn, nur wenige auch wieder zurück!

         

20. Warum werden Schmerzen bei Darmerkrankungen schlechter ertragen?

Im gesunden Darm werden Serotonin und Dopamin gebildet, Botenstoffe die unter anderem schmerzstillend wirken. Bei Darmerkrankungen ist diese Produktion gestört, was den Betroffenen schmerzempfindlicher macht.

Elisabeth Wieden

* Dipl. Gesundheitspädagogin
* Kinesiologin nach KOPKIN®
* Humanenergetikerin
* Dipl. Fitness- und Aerobictrainerin

* Hunde-Vitalcoach
* Dipl. Tier-Kinesiologin u. Energetikerin
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